Verbotene „für immer Chemikalien“ im Leitungswasser Großbritanniens gefunden

Date: 22.02.2026
Banned "forever chemicals" found in UK tap water

Leitungswasser im Vereinigten Königreich entspricht den aktuellen Trinkwasserstandards. Dennoch hat die nationale Überwachung das Vorhandensein von PFAS in einigen Leitungswasserproben festgestellt, was langfristige Gesundheitsrisiken darstellen könnte. Obwohl diese Mengen in der Regel unter den offiziellen Grenzwerten liegen, hat ihre Präsenz eine anhaltende Diskussion über mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit ausgelöst.

Diese „Forever Chemicals“ sind hochgradig persistent und widerstandsfähig gegen Abbau, was erhebliche Gesundheitsbedenken hervorruft. Dies unterstreicht die Bedeutung der Suche nach Alternativen, um sicheres Trinkwasser zu gewährleisten.

PFAS: nahezu unzerstörbare Schadstoffe

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), manchmal auch „Forever Chemicals“ genannt, sind eine Gruppe synthetischer Verbindungen mit einzigartigen Eigenschaften, darunter außergewöhnliche chemische und thermische Stabilität. Diese Widerstandsfähigkeit gegen Abbau beruht auf starken Kohlenstoff-Fluor-Bindungen, die zu den stärksten in der organischen Chemie gehören. PFAS umfassen über 4.000 Verbindungen, wie Perfluoroctansäure (PFOA) und Perfluoroctansulfonsäure (PFOS).

Seit den 1950er Jahren werden PFAS in verschiedenen Industrien und Haushaltsprodukten verwendet und geschätzt für ihre antihaftbeschichtenden, wasserabweisenden und hitzebeständigen Eigenschaften. Sie finden sich in Kochgeschirrbeschichtungen, Lebensmittelverpackungen, Feuerlöschschaum, wasserdichten Textilien und Kosmetika.

PFAS sind in der Umwelt hochgradig persistent, und viele stellen Gesundheitsrisiken dar. Einige, wie PFOA und PFOS, sind als krebserregend, reproduktionstoxisch oder endokrine Disruptoren eingestuft und wurden mit Nieren- und Hodenkrebs, Fruchtbarkeitsproblemen sowie Schilddrüsen- und Lebererkrankungen in Verbindung gebracht.

PFAS

Verwendung

Gesundheitliche Auswirkungen

Toxizitätsschwelle (µg/L)

PFOA

Antihaftbeschichtungen

Krebserregend, beeinflusst die Schilddrüse

0,10

PFOS

Feuerlöschschaum

Krebserregend, beeinflusst die Leber

0,20

PFNA

Lebensmittelverpackungen

Endokriner Disruptor

0,05

PFDA

Wasserdichte Textilien

Fruchtbarkeitsprobleme

0,01

Erhebliche PFAS-Werte in Reading festgestellt

Eine kürzliche Untersuchung im Vereinigten Königreich zeigte, dass das Leitungswasser in Reading messbare Mengen an PFAS enthält. Von den 25 getesteten PFAS-Verbindungen wurden 9 nachgewiesen. Darunter ist PFOA als krebserregend eingestuft und PFOS als potenziell krebserregend. PFHxS, eine weitere nachgewiesene Verbindung, ist aufgrund seiner Toxizität für Schilddrüse und Fruchtbarkeit inzwischen verboten.

Woher stammt die Kontamination?

Obwohl die Werte unter den britischen Grenzwerten (0,1 µg pro Liter) liegen, überwachen die lokalen Wasserbehörden zwei besonders besorgniserregende PFAS genau. Die genaue Quelle ist noch nicht bestätigt, aber historische Deponiestandorte werden vermutet, und Untersuchungen laufen.

Maßnahmen zur Sanierung möglicher Kontaminationen sind im Gange.

Lokale und nationale Reaktionen

Die Wasserbehörden haben die Öffentlichkeit beruhigt, dass die festgestellten PFAS-Werte unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen, doch bestehen weiterhin Gesundheitsbedenken aufgrund der langfristigen Risiken selbst bei niedriger Exposition. Die Behörden verstärken die Überwachung und führen regelmäßige Tests im gesamten Netz durch. Zusätzliche Maßnahmen, wie die Installation von Aktivkohlefiltern in Wasseraufbereitungsanlagen, werden in Erwägung gezogen.

Aufklärungskampagnen sollen zudem die Industrie zur Reduzierung der PFAS-Emissionen anregen.

PFAS: ein Problem im Vereinigten Königreich und weltweit

Landesweite Probenahmeprogramme im Vereinigten Königreich haben PFAS in mehreren Rohwasserquellen und in einigen Fällen auch in behandeltem Trinkwasser in niedrigen Konzentrationen nachgewiesen. Diese Ergebnisse spiegeln ein internationales Muster wider: PFAS-Kontamination ist weit verbreitet, und die Bewältigung der langfristigen Exposition ist für Regulierungsbehörden und Gesundheitsämter zunehmend prioritär. Diese weitreichende Kontamination verdeutlicht die Notwendigkeit nationaler und globaler Aufmerksamkeit und Maßnahmen, da PFAS über Jahrzehnte Böden, Oberflächenwasser und Grundwasser verunreinigt haben.

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